Erstes Turnier seit Monaten

Beim ersten Österreich-Pokal seit vielen Monaten trafen sich am Samstag jene österreichischen Degenfechterinnen, die nach den Covid-Regeln der Regierung auch trainieren dürfen. Dabei erreichten beide Salzburgerinnen die Runde der besten 16: Andrea Panacs (re) belegte in der Endabrechnung den 12. und Hildegard Strohmeyer den 14. Platz.

Endlich Training woanders!

Nun haben Mannschaftsstaatsmeisterin Lisa Schaurecker und SSM-Gymnasiast Fabian Pribas die Gelegenheit genutzt mit Trainer Pipo Rodriguez mit AthletInnen im Bundesleistungszentrum Südstadt zu trainieren. Routine sonst, in Pandemiezeiten nicht selbstverständlich. Vielen Dank dem Südstadtteam! Die beiden MuskeStiere reisen wieder heim, der Trainer betreut am Wochenende unsere beiden Degenfechterinnen Hildegard Strohmeyer und Andrea Panacs beim ersten Österreichpokal in Covidzeiten..

Covid macht kreativ

Nach wie vor sind die Fechthallen für die meisten Sportlerinnen und Sportler gesperrt. Im Freien geht aber was. Das beweisen die Halleiner Fechtfreunde, die im Park von Rif oder im Hinterhof einer Apotheke ihrem Hobby nachgehen sowie Veteran Ernst Kainz, der mit seinem Trainingspartner seinen Garten unsicher macht. „Ich trainiere zweimal in der Woche alle drei Waffen, danach gibts einen guten Schluck!“, sagt Ernstl, dem das Virus seine Fechtleidenschaft nicht madig machen kann!

Es gibt die ersten Turniere!

Es ist nicht die ganz große Wende für den Fechtsport, aber etwas Licht am Ende des Tunnels: Kommende Wochenende veranstaltet der ÖFV in der Südstadt die erste Runde eines Österreichpokals für Aktive, die unter die Covid-Ausnahmen der Bundessportorganisation fallen. Gefochten wird mit dem Degen, Hildegard Strohmeyer und Andrea Panacs vertreten Salzburgs Farben, gecoacht von Trainer Pipo Rodriguez.
Eine Woche darauf, am 6. und 7. März sind dann die Florettisten an der Reihe, Salzburg wird mit einem entsprechenden Aufgebot antreten.

Grand Prix in Doha
Und auch der Weltverband FIE bietet wieder unter strengen Vorsichtsmaßnahmen Turniere an: Ende März fliegen Lilli Brugger und Trainer Moritz Hinterseer zum Grand Prix nach Katar.

Training in der Südstadt

Lilli Brugger und Erik Huthmann packten die seltene Gelegenheit beim Schopf, in Covid-Zeiten gegen andere Gegner zu fechten und reisten mit Trainer Moritz Hinterseer für drei Tage ins Bundesleistungszentrum Südstadt, wo unter strengsten Bedingungen eine Handvoll Florettisten trainieren durften. „Es war einfach toll, nach so langer Zeit wieder einmal alte Freunde zu treffen und die Klingen zu kreuzen“, war sich das Trio einig. Ein Dankeschön an dieser Stelle an das Südstadt-Team. Kommende Woche können die nächsten Mozartstädter in den Osten fahren, um zu fechten.

Lilli im Salzburger Olympiateam für Paris

Salzburg will 2024 die Olympischen Sommerspiele in Paris erobern und mit mehr Sportlerinnen und Sportlern als bei den vergangenen Spielen vertreten sein. Möglich werden soll das durch ein spezielles Förderprogramm des Landes. Unter den 15 auserwählten Frauen und Männern befindet sich Fechterin Lilli Brugger!
Mehr als 50 Sportlerinnen und Sportler hatten sich für das Programm beworben, das drei zentrale Punkte enthält: einen monatlichen finanziellen Olympia-Bonus, Unterstützung bei trainingsbegleitenden Maßnahmen und ein Salzburger Teambuilding.„Ich freue mich riesig“, strahlt Sportsoldatin Lilli Brugger, die im Experten-Hearing eine ausgezeichnete Figur abgegeben hat. Nicht weniger begeistert ist ihr Trainer Moritz Hinterseer: „Wir haben über Jahre hart gearbeitet, das Ziel heißt: Paris 2024!“.
Neben der tollen Unterstützung durch das Land und das Bundesheer in Rif darf sich Lilli auf ein drittes starkes Standbein verlassen: ihren Klub, den ASVÖ-Fechtclub Salzburg, sowie den Salzburger Landesfechtverband.
Aus diesem Biotop erwuchs für die vergangenen vier Olympischen Spiele ein Teilnehmer aus Salzburg. Verbandspräsident Tobias Hinterseer, selbst Mitglied der international so erfolgreichen Salzburger Herrenflorettmannschaft, verspricht: „Auf dem Weg zu Olympia werden unser professionales Umfeld weiter verbessern. Die Unterstützung des Landes ist dabei ein wichtiger Baustein.“
Und AFCS-Klubchefin Uschi Hinterseer, die als Funktionärin beste Kontakte in den österreichischen Fechtsport und in den Weltverband FIE hat, weiß: „Wir brauchen neben einem engagierten Trainingsteam im Fechtzentrum die Möglichkeit zu Trainings im Ausland! Das werden wir organisieren“.

Eva schaffte Prüfung ins SSM

Eva Raab hat die anspruchsvolle Aufnahmeprüfung in die „Talenteklasse“ des Salzburger Schulsportmodells geschafft!
Vor wenigen Jahren hat das Schul-Sport-Modell (SSM) hat sein bewährtes Ausbildungskonzept auf die AHS Unterstufe erweitert.
Eva hat bei Pipo und Clara im Schulsportverein St. Andrä im Campus Mirabell mit dem Fechten begonnen und war vor dem Lockdown bereits oft beim Training im Fechtzentrum.

Das ganzheitliche Ausbildungskonzept im SSM umfasst neben der schulischen Ausbildung ein zielgerichtetes vielseitiges Basistraining zur Ausbildung grundmotorischer Fähigkeiten und die Betreuung und Koordination des Trainingsumfeldes der jungen SportlerInnen. Zielgruppe sind sportliche Talente, die ihre motorischen Potenziale in einem qualitativen und ganzheitlichen Ausbildungskonzept entfalten wollen.

Fechter Gregor Mack besucht diese Sportschule bereits.
Nach vier Jahren können die jungen SportlerInnen in die SSM-Oberstufe wechseln. Salzburger SpitzenfechterInnen wie zum Beispiel Tobias und Moritz Hinterseer, Barbara Csar/Leitner, Anna Döcker, Regina Essl oder Lilli Brugger haben dort maturiert, Julia Eistert, Erík Huthmann und Lisa Schaurecker sind noch an der Schule.

Freilufttraining in Hallein

Der Fechtclub Hallein ist auch während des Lockdowns agil. Selbstverständlich nach den geltenden Covid-Regeln. Und deshalb macht Klubchef Sebi Lechner und Fechtassistent Arian Hillebrandt mit Fechtbegeisterten spezielles Training im Freien. Jüngst gab es dafür Lob von Halleins Sportpolitiker Josef Sailer, der bei seinen regelmäßigen Joggingrunden an den Musketieren vorbeikam.

Mehr als 1.000 facebook-Freunde

Selbstverständlich ist Leben auf facebook kein wirkliches Leben im Fechtsaal. Die Blicke, die Stimme – sie alle fehlen! Aber es ist eine Möglichkeit, in Zeiten wie diesen die Fechtkontakte lebendig zu halten. Deshalb freut es uns, dass wir die Schallmauer von 1.000 Freunden durchbrochen haben. Wir arbeiten am Informationsfluss dort, vor allem aber freuen wir uns auf die Zeit nach dem Lockdown!

Der Fechter, der den Zaun von Auschwitz niederwalzte

Heute vor 76 Jahren wurde das NS-Konzentrationslager Auschwitz befreit. Zu den Rotarmisten, die die Häftlinge die Freiheit brachten, gehört Fechtmeister David Dushman, der heute hochbetagt in München lebt. Er saß in einem T-34-Panzer, die den Zaun von Auschwitz niederwalzten. David Dushmann ist eines der größten Fecht-Idole des 20. Jahrhunderts. Er war bejubelter Trainer der sowjetischen Olympiamannschaft und holte mit seinen Schützlingen zahlreiche Medaillen bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen.
Als jüdischer Kontingentflüchtling kam er Mitte der 90er-Jahre nach München. Mit dem Salzburger Fechtsport war er eng verbunden und war oftmals auf Besuch, vor allem als Gast des Salzburger Weltcupturniers. (Bild: SZ)